Im Moloch von Manhattan habe ich einen Budgetfeind ausfindig gemacht. Der kleine Stand in Alphabet City besteht aus einem Klapptisch und einem Ghettoblaster, der die gesamte Ecke Avenue A und St. Mark’s mit richtig derben Beats beschallt … aber nichts mit Dirty South und Bling Bling … hier gibts den Beat-Brockhaus der Hip Hop Historie, und der “hustelnde” Herr versteht sein Handwerk (ist heute die Stunde des Stabreims angebrochen?).
Braucht man ruhigen Hip Hop der fruehen 90er … East Coast … greift er in den Karton und zaubert ein 8-Dollar-Mixtape aus den Untiefen der Tonschachtel, und die Tracklist erinnert einen an die guten alten Zeit. Nach einem fuenfminuetigen Gespraech ueber die Vorzuege von Tribe Called Quest und Lord Finese folgte ein innerliches Schweigen: Yepp - back in the days … die fruehen 90er sind halt doch schon 15 Jahre her :o(
Anywho - der Herr bringt mich noch um Haus und Hof, denn sein Arsenal und guten Tapes ist endlos. Aber immerhin finde ich hier was ich suche, und kann auch noch ein paar Geschichtsstunden nehmen.
In diesem Sinne lege ich Euch heute einen Klassiker aus den 70ern vor, dessen beruehmtes Break eine der Hebammen des Hip Hops ist: Banbarra mit “Shack up” … rinjehoert!
August 07, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
Gestern war ich mit Chris im Shea Stadium in Queens, und wir haben uns die Mets angesehen, wie sie durch einen einzigen grandiosen Fehler 2-4 gegen die San Diego Padres verloren haben. Es scheint mir nicht vergoennt zu sein, einem Team die Daumen zu druecken und auch noch auf den Sieg zu hoffen … ob Rollderby in Gotham City, Basketball in Berlin oder Fussball in Aachen … “meine” Teams erleiden in meinem Beisein immer eine Niederlage.
Hardcore-Alba-Fans warnen mich regelmaessig bei wichtigen Spielen aufzutauchen, denn gerade diese Jungs koennen unter meinen fanatischen Blicken den Gegnern kein Paroli bieten und knicken unter Druck (fold under pressure) … noch nie war ich bei einem Albasieg live dabei. Was soll’s … immer noch besser als ein Dasein als Bayern-Fan ;o)
Aber zurueck zum Baseball … ein herrlicher Sport. Ein wenig langweilig mag der Laie meinen, aber in neun Innings kann schon einiges passieren. Neben Homeruns, Flyballs, Fouls, Slides und Steals, gibt es auch Hotdogs, Cracker Jacks, Eiscreme, Bier und Knish … und Statistiken und Strategien ohne Ende zu verfolgen.
Wir kamen also voll auf unsere Kosten und haben jede Minute genossen … eigentlich ein Muss fuer jeden, der die Amerikanische Seele besser kennen lernen moechte.
Hier noch das genaue Play-by-Play fuer alles Statistikfanatiker.
August 04, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
Auf dem langen Weg zu einem auesserst gelungen letzten Wochenende in New York erwaehne ich dieses Mal nur die Pitstops … von irgendwo her muss die Energie ja kommen:
… und dann war ich noch kurz auf Staten Island, damit ich auch in allen fuenf Bezirken New Yorks gewesen bin und die Freiheitsstatue fuer lau gesehen - man ist die winzig ;o)
August 04, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
Ich bin mir jetzt nicht sicher, inwiefern ich gegen das Amerikanische Bewerbungsreglement verstosse, aber dieses Schreiben muss ich mit Euch teilen. Es landete soeben in unserem US-Verteiler und ich habe keine einzige thematische Aenderung vorgenommen:
Dear NAME,
I am a fashion diva, I love NAME Magazine and I would be honored to be
apart of the NAME team. My favorite movie is Devil Wears Prada, I am one
of the million girls who would kill to have a job there. I would love to
get my foot in the door please help if you have any suggestions on how
to get started. I am a model, actress, bartender and IT analyst. But
most of all FASHION IS MY PASSION!!!
Thanks NAME
Dream as if you’ll live forever. Live as if you’ll die tomorrow.
Dream as if you’ll live forever. Live as if you’ll die tomorrow.
Wir ziehen ernsthaft in Erwaegung dieses junge Multitalent einzuladen … wir sind uns bloss noch nicht ueber die Gruende einig. Das ist Print ;o)
August 01, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
Neben “You can’t be Jesus in your home town” und “It is what it is” gehoert “Thursday is the new Friday” zu meinen Lieblingsredewendungen in New York.
Da die “bridge & tunnel crowd” (zu der ich ja auch gehoere) den Manhatteniten den geselligen Freitagabend verdirbt, wird Donnerstags gefeiert … und daher war die ganze P-Mannschaft gestern unterwegs hat bei guten Getraenken aus dem Print-Naehkaestchen geplaudert.
Jetzt sind wieder alle auf der Plattform, eingedeckt mit gesundem Fruehstueck, und wir erfreuen uns am Konzept des casual fridays auf das Wochenende … mein letztes komplettes Wochenende in NY, da ich mein letztes Wochenende in den Staaten in Boston verbringen werde.
Also nochmal den Akku aufladen und durchpowern - ‘rinjehaun :o)
July 28, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
… und die Welt dreht sich unter mir. So und nicht anders haben das die Herren der Kinderzimmer Productions einmal treffend beschrieben, und auch wenn der Zusammenhang ein anderer ist … nichts anderes kam mir in den Sinn, als ich am Freitag auf dem Aussichtsdeck des Empire State Building stand, und in die Schluchten von Gotham City geschaut habe.
Diese Stadt ist einfach gewaltig, und ich bin froh, dass ich mir Zeit mit dem Besuch gelassen habe. Nach ueber einem Monat hatte ich wenigstens eine grobe Orientierung. Fuer jeden Besucher New Yorks ist dies eine Pflichveranstaltung, und eine Pflicht sollte auch der Ticketkauf im Internet sein … hab locker ne Stunde an Wartezeit einsparen koennen.
Auch sonst war das Wochenende turbulent. Am Samstag war wieder Roller-Derby, und auch wenn mein Team, die Manhattan Mayhem gegen Maedels von Bronx Gridlock verdient verloren (79:159) haben, so war es doch wieder ein geniales Spektakel. Fanatisch wie wir sind, haben wir uns VIP-Tickets organisiert und konnten direkt am Spielfeldrand sitzen … was neben lustigen Ausblicken allerdings auch Unannehmlichkeiten zu Folge hatte. Wenn ein Maedel mit gefuehlten fuenzig KmH auf Dich zurast, und Dir die Rollschuhachse bei der Landung ins Schienenbein drueckt, dann wird Dir schon ganz anders - schade, Jeremy.
Bleibt zu sagen, dass ich diesen Sport wirklich mag und hoffe, dass Berlin auch bald mehr als nur ein Team hervorbringt :o)
July 24, 2008 / Posted by: shorty / Category: New York
Langsam muss ich mir ueberlegen, was ich alles an Zeug schonmal abtransportieren muss, damit ich waehrend meiner Rueckreise nicht voellig zusammenklappe.
Also habe ich mich hier bei der US-Post genauer erkundigt, und folgende Sachen muss ich nun doch schweren Herzens hier lassen:
Absinthe - diesen Trink-Lakritz-Koks fuer Arme kauft man wenn sowieso nicht hier … baeh
Arms and weapons - dann bleibt die AK47 doch im Buero unter meinem Schreibtisch
Articles bearing political or religious notations on the address side - Gott sei Dank hat Marcus die Hellblazer-Comics schon mitgenommen
Human remains - abgesehen von ein paar Pfunden Hueftgold habe ich nichts loszuwerden
Live plants and animals - na gut, kommen halt keine Eichhoernchen in die Rodenbergstraße
Melatonin- sowas kauft der zeitzonengestresste Business-Man sowieso lieber in Holland
Perishable infectious biological substances - aufgewaermte Big Macs schmecken eh nicht
Playing cards, except in complete decks properly wrapped - weiss der Himmel warum nicht, aber dieser Punkt hat mich ueberhaupt zu diesem Artikel inspiriert.
Pulverized coca beans - wer’s glaubt wird mehlig
Radioactive materials - hoffentlich kann ich meine Plutonimbestellung noch rueckgaengig machen
Ach ja - und Buecher duerfen nicht ueber 26 Euro kosten … ich bin gespannt was der Zoll in Deutschland noch so zu bieten hat
Was man hier nicht alles an Vermarktungsmoeglichkeiten nutzen koennte … ich denke an context-sensitive Werbemittel, individualisierte E-Mail-Drops und incentivierte Offerten. Da beichte ich hier einen Kalauer nach dem anderen und er wird nicht monetarisiert.
Man koennte ja auch “on the go” die Suenden direkt twittern … wahnsinn … oder gleichgesinnte im SuenderVZ suchen … oder auf Suenderszene.de interviewen … oder so Fremdschaemer wie ich koennen sich auch Suenden anderer Leute aussuchen und diese dann beichten … also User-Generated-Sins.
Top10-Charts der Transgressionen … Sinshirts … Real Syndicated Sins - Feeds … Sin-Tube … Suender werben Suender … ich kann es kaum erwarten. Glaubt mir, da kommt noch einiges auf uns zu, denn das ist e-commerce :o)